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 Methoden

 

Zusammenstellung der Zielstichprobe

Als Zielstichprobe wird die Stichprobe bezeichnet, auf die ein bereits beschriebener Altersindikator angewandt wird. Demgegenüber wird die Stichprobe, an der dieser Altersindikator erforscht und beschrieben wurde, als Referenzstichprobe bezeichnet.

Zur Zusammenstellung der Zielstichprobe wurden alle am Anthropologischen Institut der Universität Gießen verfügbaren archäologischen Skelettserien Individuum für Individuum begutachtet. Die Skelette der Zielstichprobe mußten folgende Merkmale aufweisen, um das Alter der Individuen nach den verschiedenen Methoden ermitteln zu können:

      1. Präsenz von einem oder beiden Beckenknochen, bei dem/denen die Auricularfläche und die Retroauricularfläche so erhalten sein muß, daß die Methode nach LOVEJOY et al. (1985) angewandt werden kann.

      2. Präsenz eines Caninus oder Praemolaren, vorzugsweise des Unterkiefers, dessen Wurzel mittels Sägemikrotom zu bearbeiten sein muß.

      3. Vorhandensein von mindestens einem Merkmal, nach dem die kombinierte Methode angewandt werden kann (Präsenz der Epiphysen des Femur und/oder des Humerus, Präsenz des Schädels zur Beurteilung des Obliterati-onsgrades der Schädelnähte, Präsenz der Symphysenfläche des Os pubis).

Bei der Mehrzahl der Skelettserien stand das durch der kombinierten Methode ermittelte Alter zur Verfügung, da es im Zuge der anthropologischen Bearbeitung der Serien bereits erhoben wurde.

 

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